Wäsche in der Wohnung trocknen – Tipps aus dem Mietrecht

 

In dieser Jahreszeit bei oft feucht-kalter Witterung ist es gar nicht so einfach, die Wäsche trocken zu bekommen. Nicht in jedem Mietshaus gibt es gemeinschaftliche Trockenräume im Keller oder unter dem Dach. Da bleibt oft nur die Möglichkeit, Wäsche in der Wohnung trocknen zu müssen, doch ist das erlaubt und was sollte dabei beachtet werden? Die Filter-Redaktion klärt auf.

Trocknen in der Wohnung grundsätzlich erlaubt

Wie der Deutsche Mieterbund (DMB) klarstellt, ist es Mietern grundsätzlich erlaubt, Wäsche in der Wohnung zu trocknen. Eine Klausel im Mietvertrag, die das Aufhängen in der Wohnung verbiete, sei unwirksam. Das gelte auch dann, wenn es im Haus einen Trockenkeller oder Speicher gibt. Wie das Landgericht Düsseldorf entschied (21 T38/08), ist ein Verbot in der Hausordnung unwirksam, dass das Trocknen von Wäsche außerhalb des Trockenraumes untersagt.

Ausreichend lüften

Die Bedenken der Vermieter, dass es durch nasse Wäsche in der Wohnung zu Schimmelbildung kommt, ist nicht unberechtigt. Durch das Trocknen erhöht sich die Luftfeuchtigkeit und die Nässe schlägt sich an kalten Stellen nieder wie zum Beispiel am Fenster oder an kalten Wänden. Wird dies zum Dauerzustand, droht Schimmelbildung. Wer seine Wäsche in der Wohnung trocknet, muss deshalb regelmäßig stoßlüften. Dazu sind die Fenster mindestens zehn Minuten zu öffnen. In dieser Zeit kann die Heizung kurz herunter gedreht sein. Nach dem Lüften ist Heizen wichtig, damit die Luft die restliche Feuchtigkeit gut aufnehmen kann. Der Mieterbund rät bei „großer Wäsche“ wie Handtüchern oder Bettwäsche wenn vorhanden Trockenräume zu nutzen und nur die „kleine Wäsche“ in die Wohnung zu hängen. Geringe Wäschemengen können auf einem Balkon getrocknet werden.

Bei Frost Wäsche draußen trocknen

Der Balkon lässt sich zum Wäschetrocknen sogar bei Minusgraden bei trockener Luft nutzen. Normal geschleuderte Wäsche kann bei trockenem Winterwetter draußen hängen. Das Wasser gefriert zwar sofort, doch geht es vom gefrorenen Zustand in den gasförmigen über und verdunstet. Am besten klappt dies, wenn etwas Wind weht.