Stromleitung selbst verlegen, in der Mietwohnung – ist das erlaubt?

 

Tipps aus dem Mietrecht

Gerade in Altbauwohnungen kann die vorhandene Elektroinstallation veraltet sein und nicht unbedingt den Bedürfnissen des Mieters entsprechen. Gerade wenn nicht genügend Lichtschalter, Lampenanschlüsse oder Steckdosen vorhanden sind, kommen manche Mieter auf die Idee, die Stromleitung selbst verlegen zu wollen, doch ist das ohne Erlaubnis des Vermieters möglich und darf man als Laie überhaupt Elektroarbeiten ausführen? Die Filter-Redaktion klärt auf.

Nicht nur die Genehmigung des Vermieters ist erforderlich

Wie der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland erklärt, sollten Mieter nicht auf eigene Faust eine Stromleitung selbst verlegen, wenn sie eine weitere Steckdose oder einen zusätzlichen Lampenanschluss haben wollen. Wenn die Kabel unter Putz verlegt werden müssen, stellt dieser Vorgang einen Eingriff in die Bausubstanz dar. Mieter, die Kabel unter Putz verlegen möchten, sollten deshalb immer die Zustimmung des Vermieters einholen. Dieser kann vom Mieter eine zusätzliche Kaution für einen späteren Rückbau der neuen Anschlüsse fordern. Wer meint, er könne sofort mit den Arbeiten beginnen, wenn die Kabel oberhalb des Putzes verlegt werden sollen, muss trotzdem den Vermieter um Erlaubnis bitten, auch wenn damit kein Eingriff in die Bausubstanz verbunden ist. Es kann gerade in Altbauwohnungen vorkommen, dass zusätzliche Anschlüsse zu einer Überlastung des hausinternen Stromverteilungsnetzes führen. Deshalb ist auch dann unbedingt eine Genehmigung des Vermieters erforderlich. Aber selbst, wenn diese Vorliegt darf der Mieter niemals selbst Hand anlegen.

Für Elektroarbeiten immer den Fachmann rufen

Selbst wenn der Vermieter einverstanden ist und Elektroarbeiten erlaubt, dürfen diese immer nur durch Fachfirmen vorgenommen werden. Auch wenn ein Mieter glaubt fachkundig zu sein, darf er selbst keine Elektroarbeiten ausführen, auch wenn diese als noch so simpel erscheinen. In Deutschland gibt es diesbezüglich strenge Vorschriften. In der „Niederspannungsanschlussverordnung“ (NAV) heißt es, dass es Laien nicht gestattet ist, elektrische Anlagen, die an das öffentliche Elektrizitätsversorgungsnetz angeschlossen sind, zu errichten, zu ändern oder instand zu setzen. Elektrische Arbeiten dürfen nur von Unternehmen ausgeführt werden, die in einem Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers aufgeführt sind. Wer denkt, dass es schon nicht auffällt, wenn er kein entsprechendes Unternehmen beauftragt, muss bedenken, dass eine unsachgemäß durchgeführte Elektroinstallation zu einem Brand führen und eine Gefahr für alle Hausbewohner darstellt. Sollte tatsächlich jemand zu Schaden kommen, haftet der Mieter und es kann sein, dass seine Versicherung dann nicht für den Schaden aufkommt.

Filter übernimmt Elektroarbeiten

Fast jeder Umzug bringt viel Arbeit mit sich. So muss das Hab und Gut verpackt werden, Anschlüsse müssen abgeklemmt werden, der Transport steht an und eventuell müssen noch Renovierungsarbeiten erledigt werden. Für den Umzug bietet Filter komplette Pakete an. Wer in der neuen Wohnung angekommen ist, muss sämtliche Lampen, Spiegelschränke und sonstigen Anschlüsse anbringen. Für Elektroarbeiten beschäftigen wir Fachpersonal, das befugt ist, einfache Elektroarbeiten auszuführen. Bei größeren E-Arbeiten, zieht Filter entsprechende Fachleute mit notwendigen Nachweisen hinzu. Sprechen Sie uns gerne an, wenn umzugsbedingt Elektroarbeiten erledigt werden müssen.