Nachtspeicherheizung – wie sich Heizkosten einsparen lassen

 

Manche Mietwohnungen sind immer noch mit Nachtspeicherheizungen ausgestattet. Galten diese in den 1960ern als moderne Alternative zu Kohleöfen, sind sie heute in Verruf geraten, weil sie viel Strom verbrauchen und als kostspielig und klimaschädigend gelten. Nicht immer hat man die Wahl bei der Wohnungssuche – manche Wohnungen sind nur mit Nachtspeicher zu haben. Die Filter-Redeaktion gibt Tipps, wie Verbraucher trotzdem Strom sparen können.

 

Nachtspeicherheizung richtig bedienen

Bei einer Nachtspeicherheizung ist es wichtig, dass diese richtig gehandhabt wird, denn sie wird nur mit Strom betrieben. Der Vermieter sollte dem Mieter immer eine verständliche Bedienungsanleitung aushändigen oder einen Hausmeister schicken, der dem Mieter den Umgang mit der Nachtspeicherheizung erklärt. Es spielt nämlich eine Rolle, ob ein funktionstüchtiges Gebläse vorhanden ist oder nicht. Zudem ist es wichtig, auf die Einstellungen beim Regler an der Wand zu achten. Außerdem ist zu prüfen, ob die Aufladesteuerung richtig funktioniert, da der Heizkörper sonst zu wenig oder zu stark aufgeladen wird.

 

Temperaturen nicht zu hoch einstellen

Die Heizungsanlage speichert nachts und nachmittags Wärme in einem Wärmespeicher und gibt diese tagsüber und abends ab, um den Wohnraum zu heizen. Wie bei allen Arten des Heizens ist es auch bei einem Nachtspeicher wichtig, die Raumtemperatur nicht zu heiß einzustellen. Für den Wohnbereich reichen 20 bis 21 Grad Celsius aus. Nachts reicht es, wenn alle Räume auf 17 Grad Celsius eingestellt sind. Wer für längere Zeit verreist, kann die Heizung auf Frostschutz einstellen. Wird die Raumtemperatur in den Wintermonaten um nur ein Grad Celsius gesenkt, spart dies circa sechs Prozent der Heizenergie.

 

Heizkostenabrechnung prüfen lassen

Mieter mit einer Nachtspeicherheizung sollten mit einem Heizgutachten prüfen lassen, ob die Heizkostenabrechnung korrekt ist. Das Gutachten zeigt mögliche Gründe auf, wenn Heizkosten sehr hoch ausfallen. Bei einem Heizgutachten werden die Heizkosten, die Nebenkosten sowie die energetische Substanz des Hauses geprüft. Die fachliche Stellungnahme, die dabei erstellt wird, können Mieter auch an die Hausverwaltung oder den Vermieter schicken. Manchmal lassen sich Vermieter davon überzeugen, die Nachtspeicherheizung gegen ein günstigeres und klimafreundlicheres Heizsystem auszutauschen, gerade wenn es Fördergelder für die Umrüstung gibt.